Darüber hinaus denken

Die Sonderhefte

Die Sonderhefte dienen als künstlerischer „Kramladen“, der eine vielfältige Sammlung aus verschiedenen Aspekten meiner kreativen Arbeit umfasst.

 

Sie dienen sowohl der Dokumentation als auch der Präsentation von Projekten in Webtechniken, die ich bereits veröffentlicht habe. In diesen Heften finden sich zudem Texte, die sich intensiv mit meinen Arbeiten auseinandersetzen und sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten.

 

 

Kurz gesagt: Sie sind ein Sammelsurium von allem, was in meiner Kunst entsteht und sich nicht in eine klare Kategorie einordnen lässt – eine Art kreativer Mix, der Einblicke in den Entstehungsprozess und die vielfältigen Facetten meiner Arbeit gewährt.

 

 

Sonderheft 1

Die vier Evangelistenbänder

Schwierigkeitsgrad: mittel

Seiten: 15 Seiten

Muster: 25 Muster

Preis: 25€

unter: "Weitere Arbeitshefte"

Sonderheft 2

Bänder für den Fürsten von Hochdorf

Schwierigkeitsgrad: von einfach bis hoch anspruchsvoll

Seiten: 45 Seiten

Muster: 6 Muster

Preis: 25€

unter: "Weitere Arbeitshefte"



März 2026

 

Hier stelle ich eine besondere Herzensangelegenheit vor: eine neue Analyse des Schwärzlocher Frieses in struktureller Lesart.

 

Der Schwärzlocher Fries. Bild und Band - Bilder lesen: Struktur, Kontext, Deutung

Einmal als ausführliche Arbeit in deutscher Sprache und einmal als englische Zusammenfassung.

 

Ausgangspunkt war meine textile Umsetzung des Frieses in Brettchenwebtechnik.

 

Die folgenden Dateien stehen kostenlos zum Download bereit. Sie zeigen zugleich meine persönliche Arbeitsweise: Ich nähere mich einem Thema auf verschiedenen Wegen – künstlerisch, handwerklich und wissenschaftlich.

 

 

 

 

 

Dabei versuche ich, diese Ebenen miteinander ins Gespräch zu bringen und so einen persönlichen Zugang zu eröffnen. Ein Zugang, der unterschiedliche Formen des Verstehens verbindet: den Weg über den Kopf, über das Herz – und über die Hand.


Download
Der Schwärzlocher Fries. Bild und Band - Bilder lesen: Struktur, Kontext, Deutung
Der Schwärzlocher Fries ist ein wenig bekanntes romanisches Bildwerk bei Tübingen. In dieser Arbeit wird seine Bildfolge aus kunsthistorischer Sicht in einer strukturellen Lesart untersucht und mit Motiven der nordischen Dichtung, insbesondere der Völuspá, in Beziehung gesetzt. Ausgangspunkt ist zugleich eine praktische Annäherung: eine textile Neuinterpretation des Frieses in Brettchenwebtechnik.
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 Zusammenfassung

 

Der Schwärzlocher Fries bei Tübingen ist eines der rätselhaftesten romanischen Bildwerke im Südwesten Deutschlands. Die Reliefsteine zeigen Pflanzen, Tiere und Ornamente – aber was sie genau bedeuten, ist bis heute unklar.

 

Diese Untersuchung schlägt deshalb einen anderen Zugang vor: Statt den Fries als eine Art Bildergeschichte zu lesen, wird er als zusammenhängendes Bildsystem verstanden. Im Mittelpunkt stehen dabei grundlegende Spannungen wie Ordnung, Störung und Übergang.

 

Ausgangspunkt ist ein genauer Blick auf die Anordnung der Bögen: Bewegungsrichtungen, Blickachsen und die Beziehungen zwischen den Motiven. Dabei wird deutlich, dass die einzelnen Bögen weniger einzelne Szenen zeigen, sondern verschiedene Zustände innerhalb eines größeren Zusammenhangs – der sich im zentralen Motiv verdichtet.

Zum Vergleich wird die altisländische Dichtung Völuspá herangezogen. Ihre Beschreibung der Weltordnung dient hier als Modell, um die Struktur des Frieses besser zu verstehen – ohne dass eine direkte Verbindung behauptet wird.

 

Auch wenn der Fries heute nur fragmentarisch erhalten ist und möglicherweise neu zusammengesetzt wurde, zeigt sich: Seine Bedeutung liegt nicht in einzelnen Bildern, sondern im Zusammenspiel aller Elemente.

 

Der Aufsatz kann auch unter https://doi.org/10.5281/zenodo.19004350 heruntergeladen werden.

 

 



 

The present text constitutes an English-language summary of the study Der Schwärzlocher Fries. Bild und Band – Bilder lesen.

 

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Image and Band: Reading the Schwärzloch Frieze. A Struktural Aproach to a Romanesque Image Sequence
This study examines the Schwärzloch frieze from structural and iconographic perspectives. Its point of departure is an experimental transfer of the pictorial structure into a woven band using tablet weaving. The present analysis combines close visual observation with historical context and iconographic interpretation.
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